Wildromantisches Okertal

Die Maiwanderung 2019 der Harzer Wandernadel startete pünktlich am Sonntag, dem 19.05.19 um 09.30 Uhr am Waldhaus in Oker. Wanderführer Otto Unruh (Harzer Wanderkaiser Otto III.) begrüßte circa 50 Wanderinnen und Wanderer.

Die Wandergruppe mit der Heimatgruppe des Harzklub Zweigvereins Oker

Das erste Etappenziel war die Adlerklippe, wo zur Zeit der Wandernde Stempelkasten steht. Hier schickten sich Kletterer gerade an, den imposanten Felsen zu erklimmen. Durch unser Erscheinen mussten sie zwangsläufig eine kleine Pause einlegen. Sie nahmen es gelassen. Nach dem Abstempeln der Wanderhefte führte uns die Wanderung weiter zum “Schlafenden Löwen”, einer mächtigen, hohen, etwas zurückversetzen Felsformation. Otto hatte zu Beginn der Wanderung hier eine kleine Überraschung versprochen. Diese entpuppte sich dann jedoch als ziemlich große Überraschung für unsere Gruppe:
Die Okertaler -Mitglieder der Heimatgruppe des Harzklub Zweigvereins Oker- waren hier in ihren Trachten erschienen und erfreuten uns mit Akkordeonklängen und harztypischem Gesang. Das etwa halbstündige Programm wurde mit viel Beifall und barer Münze honoriert. Vielen herzlichen Dank allen Mitwirkenden!

Wir wanderten weiter durchs wildromantische Okertal in einem Abschnitt, der anspruchsvollen Bedürfnissen der Wanderer als auch der Kletterer gerecht wird. Die Marienwand, die sich majestätisch circa 50 Meter aus dem Tal erhebt, ist wohl unter den vielen der angesagteste Kletterfelsen. Hier “tummelten” sich gleich mehrere Kletterfreunde in der Felswand. Auf der Verlobungsinsel in der Oker (Stempelstelle 116) dann eine kleine Pause. Natur genießen und natürlich den Wanderpass abstempeln. Nach einem guten Wanderkilometer -felsiger und steiniger Pfad am Ufer der Oker- erreichten wir Romkerhall. Das als “Kleinstes Königreich der Welt” bekannte Anwesen, das Wasserkraftwerk und der 64 Meter hohe Wasserfall prägen diesen gemeindefreien Ort. Interessant waren Ottos Ausführungen, insbesondere über den rund 7,2 Kilometer langen Oker-Grane-Stollen, durch den unter anderem die Wasserversorgung der Granetalsperre reguliert wird.

Auf dem Weg in Richtung Romkerhalle

Nun ging es hinauf zum Oberlauf (Aussichtspunkt) des Wasserfalls. Aussicht genießen und weiter bergan. Am oberen Querweg angekommen, nahmen wir den Weg links, den Bergmannschen Weg. Vorbei an der Klippe “Großer Kurfürst” (auch hier waren Kletterer aktiv) erreichten wir den Treppenstein, unsere Stempelstelle 117. Vom oberen Teil dieses Granitfelsens -dem Großen Treppenstein- hat man einen fantastischen Ausblick über das Okertal. Nach kurzer Wegstrecke -wir passierten auch die Studentenklippe- stießen wir auf die Kästestraße, in die wir nach links einbogen. Ab hier wanderten wir nur noch bergab. Die nächste Felsformation war die Teufelsklippe. An einer rechts am Hang stehenden Schutzhütte bogen wir nach links in den Ziegenrückenweg ein. Hier beeindruckte uns nach kurzer Wegstrecke rechterhand eine mächtige Felsformation – die Ziegenrückenklippe.

Danach nahte das Ende unserer sehr schönen, erlebnisreichen, knapp 12 Kilometer langen Wanderung. Gegen 14.30 Uhr kamen wir wieder an der ehemaligen Gaststätte Waldhaus -dem Ausgangspunkt unserer Wanderung- an. Als Vertreter der Harzer Wandernadel bedankte sich Ehrenbotschafter Helmut III. im Namen aller Wanderfreunde und im Namen von Christina Grompe (Chefin des Servicebüros) und Klaus Dumeier (Vereinsvorsitzender) unter starkem Beifall beim Wanderführer Otto Unruh für diesen tollen Wandertag. Für einige klang dieser gemütlich im nahegelegenen Cafe Goldberg aus.

Ehrenbotschafter Helmut III. bedankt sich beim Wanderführer Otto III.

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