Im idyllischen Selketal

Meine liebe Frau und ich starteten unsere Tour durch Teile des Selketales im Ostharz am technischen Denkmal Carlswerk in Mägdesprung.

Carlswerk

Wir überquerten eine kleine „Schöne Brücke“ und folgten dem Weg auf der rechten Selkeseite in Richtung Meisdorf. Es ging am Ersten, Zweiten und Dritten Friedrichshammer und dem Herzog-Albrecht-Erbstollen vorbei. Wir überstiegen die Hammerklippe und durchquerten den Tunnel am Dritten Hammer. Der sehr romantische Selketal-Stieg ist, wie das ganze Tal in diesem Bereich, recht schmal und verlangt Aufmerksamkeit. Schließlich erreichten wir den Vierten Friedrichshammer (Stempelstelle 179).

Tunnel zwischen Drittem und Viertem Hammer

Der Selketaler Waldgasthof hatte Corona bedingt geschlossen. Für den Außerhaus-Verkauf am Wochenende hatten wir leider den falschen Wochentag erwischt.

Selketal zwischen dem Dritten und Vierten Hammer

Das Tal wird nun merklich breiter und ist von bewaldeten Höhenzügen gesäumt. Unser Weg führte über weite Wiesen und durch schattigen Mischwald mal näher, mal etwas weiter von der Selke entfernt bis zur Selkemühle.

Sicher ist sicher

Nach kurzer Rast erklommen wir durch den stetig ansteigenden Hohlweg den 398 Meter hohen Großen Hausberg mit der Burgruine Anhalt. Die durch Otto den Reichen aus dem nahen Ballenstedt um 1123 errichtete Burg gilt als Wiege des Landes Anhalt. Von der Burg sind noch einige Mauerreste der Burgkapelle und von Wohn- und Nebengebäuden sowie der etwa drei Meter hohe bewachsene Stumpf des Bergfriedes erhalten. Zahlreiche Tafeln bieten viele Informationen zur Geschichte der Burg. Die Stempelstelle 197 (Burgruine Anhalt) befindet sich rund 100 Meter südöstlich der Ruine.

Blick vom Großen Hausberg mit dem Ramberg bei Friedrichsbrunn am Horizont

Für den Rückweg wählten wir den gleichen Pfad. Auch der Weg über die wenig befahrene Landstraße am anderen Selkeufer wäre möglich gewesen. Bevor wir die Heimfahrt antraten, schauten wir uns noch den eigentlich schönen, leider aber in keinem besonders guten Zustand befindlichen Bahnhof Magdesprung an.

Bahnhof Mägdesprung (Juli 2011)

Die etwa 13 Kilometer lange Wanderung ist eine nicht besonders schwierige Halbtagestour. Lediglich der Aufstieg zum Großen Hausberg verlangt ein wenig Kondition.

Sauerklee am Wegesrand
nach oben