Abenteuer Heimat – Gemeinsam über Stock und Stein

Unter diesem Motto führte die AWO Quedlinburg in den Herbstferien vom 7.-12. Oktober eine Projektwoche für Kinder von sechs bis zwölf Jahren durch. Auf dem Programm stand auch das Wanderstempeln. Deshalb wurde die Bitte an die Harzer Wandernadel herangetragen, an zwei Tagen die Führung zu übernehmen.
Sehr gern habe ich diese Aufgabe übernommen.

Mit dem von der 99 6001 gezogenen Zug nach Mägdesprung

Am Dienstag, dem 8. Oktober, war um 10.00 Uhr Treffpunkt im Objekt der AWO in Quedlinburg. 21 Kinder und vier Betreuer waren bereit, mit mir gemeinsam auf Tour zu gehen. Zunächst führte uns der Weg durch Quedlinburg zum Bahnhof. 10.30 Uhr war Abfahrt mit dem Dampflokzug der Selketalbahn nach Mägdesprung. Während der Fahrt das erste Erfolgserlebnis, denn vom Zugbegleiter bekamen die Kinder den “fahrenden Sonderstempel” der Harzer Wandernadel in ihr tags zuvor selbst gebasteltes Wanderheft.

Alexiuskreuz

In Mägdesprung angekommen, ging es gleich erst einmal steil bergan hinauf zum Klippenweg, einem sehr schönen Teilstücks des Selketalsiegs. Die schlechte Wettervorhersage für diesen Tag hat sich zum Glück nicht bestätigt. Regenbekleidung haben wir den ganzen Tag über nicht benötigt. An der Mägdetrappe erzählte ich die mir bekannte Sage. Die Kinder hörten interessiert zu; ebenso wie am in der Nähe befindlichen Alexiuskreuz. Ein Feuersalamander, den einige Kinder zum ersten Mal sahen, erregte das Interesse und war ein willkommenes Fotomotiv.

Verlobungsurne (Stempelstelle 177)

Nach ca. 1,5 km erreichten wir die Köthener Hütte, unsere Stempelstelle 195. Nun hatten die Kids den ersten Leistungsstempel in ihrem Wanderheft. Nach einer kurzen Pause wanderten wir auf en Klippenweg weiter und kamen nach ca. 3,5 km an der Verlobungsurne (Stempelstelle 177) an. Auch hier wurde mit großer Freude gestempelt und die Aussicht ins Tal genossen. Nun mussten wir uns schon beeilen, um pünktlich am Bahnhof in Alexisbad zu sein. Vorbei am Birkenhäuschen ging es zügig bergab. Zwei Minuten vor Abfahrt des Zuges -jetzt ein Triebwagen- kamen wir an. Perfektes Timing!

Im Hochzeitssaal des Großen Schlosses Blanckenburg

Am Donnerstag, dem 10. Oktober, wurde in Blankenburg gewandert. Kinder und Betreuer kamen von Quedlinburg mit dem Bus und wurden von mir am Kleinen Schoss empfangen. Hier gab es erst einmal den Themensonderstempel “Burgern & Schlösser”. Erstes Wanderziel war der Großvaterfelsen (Stempelstelle 76). Die Kinder waren beeindruckt von dieser riesigen Felsformation und lauschten den Ausführungen zur Teufelsmauer und der diesbezüglichen Sage. Auf dem Teufelsmauerstieg wanderten wir hinab nach Blankenburg und gelangten durch das historische Hirschtor in den Schlosspark. Vorbei am Tiergehege und Schlossteich erreichten wir das Große Schloss. Hier erwartete uns eine ca. 1 ½ – stündige Schlossführung. Die Kinder waren mit Begeisterung dabei und auch die Erwachsen erfuhren viel Interessantes.

Für Wanderer gibt es kein schlechtes Wetter.

Anschließend war Mittagspause im Schlosshof. Die angelieferten Pizzen, Desserts und Getränke mundeten allen vorzüglich. Auf dem Weg zur Oberen Mühle wurde der Stempel des Themenweges “Burgen & Schlösser” (Großes Schloss) in den Wanderheften verewigt. Danach Fotoshooting an der Turbo-Wanderkaiser-Bank. Während des Stempelns an der Stempelstelle 78 (Barocke Gärten) überraschte uns ein kurzer aber intensiver Regenguss. Für die jungen Wandersleute kein Problem; die Betreuer hatten für jeden ein Regenponcho dabei. Am Kleinen Schloss Verabschiedung und großes Lob vom Turbo-Wanderkaiser für alle Kinder, die tapfer durchgehalten haben. Zur Belohnung bekam jeder einen hölzernen Wanderschuh, der als Anhänger am Rucksack angebracht werden kann.

Abschlußveranstaltung

Am Samstag, dem 12. Oktober, fand im Objekt der AWO in Quedlinburg die Abschlussveranstaltung statt. In gemütlicher Runde bei Kaffee und Kuchen erfuhren die Eltern, was ihre Kinder in dieser Woche erlebt haben. Emilie, die jeden Tag fleißig Notizen gemacht und interessiert nachgefragt hat, informierte mit einem sehr gut vorgetragenen Bericht. Eine Bilderwand mit Fotos der Erlebnisse sowie die selbstgefertigten Wanderhefte waren eine tolle Ergänzung. Jedes Kind bekam zum Abschluss einen kleinen Geschenkbeutel, in dem sich u. a. ein Wanderpass mit den in der Woche erwanderten Stempeln und das dreiteilige Kartenset der Harzer Wandernadel befanden. Natürlich wurde jetzt auch der Sonderstempel des Ehrenbotschafters der Harzer Wandernadel und Turbo-Wanderkaisers Helmut III. in jeden Wanderpass gestempelt. Den Aussagen der Kinder zufolge haben sie in dieser Woche viel erlebt, hatten viel Spaß und es hat allen sehr gut gefallen. Das trifft uneingeschränkt auch für mich zu.

Abschlußveranstaltung 2

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