30 Jahre freier Brocken

Der 3. Dezember ist in jedem Jahr ein Pflichttermin. Da wird bei jedem Wetter auf den Brocken gewandert, denn an diesem Tag wurde 1989 von vielen hundert Wanderfreunden die friedliche Öffnung des Tores in der Brockenmauer -die als schier unüberwindliche Sicherheitsmauer die Brockenkuppe umschloss- erzwungen. Damit war der Brocken nach über 28 Jahren wieder für jedermann begehbar.

Treffpunkt Parkplatz Brockenwirt I
Treffpunkt Parkplatz Brockenwirt II

Seither wandern die Mitglieder aller Harzklub-Zweigvereine aus allen Richtungen auf diesen geschichtsträchtigen Berg, um an dieses historische Ereignis zu erinnern. Wanderer aus ganz Deutschland und auch aus dem Ausland schließen sich in jedem Jahr dieser Tradition an.

Beim Aufstieg im Kabelgraben
Auf der Brockenstraße

Wir wanderten in diesem Jahr von Schierke aus über die Alte Bobbahn, Kabelgraben und Brockenstraße hinauf. Bis zur Brockenstraße begleitete uns Sonnenschein. Dann kam Nebel auf, der Richtung Brockengipfel immer dichter wurde. Oben zeigte das Thermometer Minus 4° C.

Gedenktafel

Wie in jedem Jahr wurde am Gedenkstein, dort wo sich einst des Tor in der Mauer befand, der erste feierliche Akt vollzogen. Dr. Michael Ermrich -Ehrenpräsident des Harzklubs- erinnerte in seiner Rede an die Ereignisse am 3. Dezember 1989 und an die Entwicklung des Brockens vom Symbol der deutschen Teilung zum Symbol der Deutschen Einheit. Zur Hauptveransstaltung des Harzklubs im Goethesaal war dieser bis auf den letzten Platz gefüllt. Nach der Begrüßung aller Anwesenden -darunter zahlreiche Ehrengäste- durch den Präsidenten des Harzklubs Dr. Oliver Junk überbrachte die Staatssekretärin Frau Eva Feußner die Grüße der Landesregierung Sachsen–Anhalts. Der Landratdes Harzkreises Martin Skiebe umriss in seinem Grußwort sehr anschaulich die 30 Jahre seit der Brockenöffnung und gab in seiner Rede Einblick in seine ganz persönlichen Erlebnisse. Die Festrede von Dr. Karl–Heinz Dähre -ehemaliger Minister für Landesentwicklung und Verkehr des Landes Sachsen–Anhalt- fand durch mehrmaligen anhaltenden Beifall die Anerkennung aller Zuhörer.

Dr. Karl-Heinz Daehre bei seiner Festrede
Die Alphornbläser aus Blankenburg

Meisterjodlerin Marina Hein und ihre Gruppe sowie die Alphornbläser aus Blankenburg sorgten für die kulturelle Umrahmung und Brockenwirt Daniel Steinhoff hatte mit seinem Team die Versorgung der Veranstaltungsteilnehmer bestens im Griff. Zum Abschluss überreichte Geschäftsführerin Annett Drache an alle Ehrengäste, verdiente Wanderer und die anwesenden Zweigvereine das Wimpelband als Erinnerung an diesen ereignisreichen Tag, der lange in Erinnerung bleiben wird.

Wimpelband an Marina Hein

Der Abstieg führte uns nicht direkt nach Schierke. Gemeinsam mit meinen Wanderfreunden Gerald und Christoph wanderten wir zunächst zum Gelben Brink und beförderten hier den Stempelabdruck Nr. 22 in unseren Wanderpass. Danach ging es über die Brockenkinder zur Großen Zeterklippe (Stempelstelle 10). Hier war es dann schon kurz vor 17.00 Uhr und fast dunkel. Zum Glück hatte Christoph seine Stirnlampe dabei und konnte uns den Weg über Gelben Brink – Brockenstraße – Alte Bobbahn einigermaßen ausleuchten. Am Parkplatz des Brockenwirtes ging für uns gegen 18.00 Uhr ein erlebnisreicher Wandertag zu Ende.

Brockenkinder
In der Abenddämmerung an der Großen Zeterklippe (Stempelstelle 10)

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