Mit Hanna auf Tour rund um Ilsenburg

Gerald und ich starteten bereits um sechs Uhr von zu Hause aus, denn um 7.30 Uhr hatten wir uns schon mit Hanna im Ilsetal verabredet. Gemeinsam mit der Harzer Wandernadel hat Hanna Busch am 1. Mai 2021 das Projekt “In 50 Tagen zur Wanderkaiserin” gestartet; am 19. Juni 2021 wird es vollendet. Ich durfte bei der Tourenplanung helfen. Hanna sucht während ihrer Wanderungen mit ihrer Hündin Malouna das Gespräch mit vielen Leuten, um Menschen zu bewegen, es ihr gleich zu tun und das zielgerichtete Stempelwandern im Harz zu beginnen, das heißt die Harzer Wandernadel als Premiumprodukt des Harztourismus noch populärer zu machen. Hanna wird auf ihren Touren medial begleitet, führt Interviews, fasst ihre Wanderungen in Videoclips zusammen und lässt über die sozialen Netzwerke viele Menschen an ihren Aktivitäten teilhaben. Tolle Sache Hanna!

Ilsenburg, Am Blochauer

Hanna und wir trafen pünktlich im Ilsetal ein. Vom Treffpunkt aus begaben wir uns zunächst Richtung Blochauer, dem eigentlichen Startpunkt unserer Wanderung. Am Nationalparkhaus trafen wir meinen Freund und Nationalpark-Ranger Mario Natzel. Im kurzen Gespräch erhielten wir von ihm ein paar wertvolle Tipps über gesperrte Wege auf unserer Route.

Ilsestein (Stempelstelle 30)
Die Paternosterklippe fast erreicht

Unsere erste Etappe führte uns vom Blochauer aus bergauf zum etwa 2,5 km entfernten Ilsestein (Stempelstelle 30). Von dort wanderten wir -vorbei an der Paternosterklippe- zur Plessenburg (Stempelstelle 7). Hier kein längerer Aufenthalt, denn es war Ruhetag. Nächstes Ziel war die Stempelstelle 16 (Ferdinandsstein). Nach dem Stempeln wanderten wir auf dem Schindelstieg ein Stück zurück bis zur Wegekreuzung, bogen rechts ab und erreichten -vorbei an den Weißen Steinen- die Stempelstelle 24 (Wolfsklippe). Auf den Aufstieg haben wir verzichtet, denn es war neblig und demzufolge schlechte Sicht.

Stempelstelle 16 (Ferdinandsstein)
Wachsen und Vergehen

Weiter ging es in Richtung Molkenhausstern (Stempelstelle 23). Hier eine kurze Rast, kleiner Imbiss aus dem Rucksack, Flüssigkeit “nachgetankt” und dann leicht bergab auf der Molkenhauschaussee Richtung Ottofelsen. Bevor wir nach rechts in den Brücknerstieg abbogen, konnten wir uns noch über einen wohl seltenen Anblick wundern. Während rechts des Weges nur Totholz emporragte, standen links des Weges gesunde Fichten im besten Grün. Dort, wo sich Brücknerstieg und Treppenstieg treffen, stand einst der Stempelkasten 16. Hier also noch den (Geister-)Handystempel mitgenommen.

Novemberstimmung im Juni
Ottofelsen (Stempelstelle 27)

Wir bogen zunächst nach links in den Treppentieg und kurz danach nach rechts in die Eschwegestraße ein, der wir rund 800 Metern folgten. Vor den links befindlichen Hohensteinklippen bogen wir nach links ab und erreichten kurz danach den Ottofelsen (Stempelstelle 27). Hier trafen wir an einem recht begegnungsarmen Tag mehrere, auch zu einem kurzen Gespräch bereite Wandersleute. Nächstes Ziel war das rund 1,5 Kilometer entfernte Gasthaus Steinerne Renne (Stempelstelle 28). Dort sah es recht trostlos aus. Alles geschlossen, kein Hinweis auf Öffnungszeiten und ein (den starken Niederschlägen vom Wochenende geschuldeter) von Schmutz überspülter Außenbereich. Ich hoffe nur, dass die Corona-Krise hier keine Existenz bedrohenden Auswirkungen hinterlassen hat.

Gasthaus Steinerne Renne (Stempelstelle 28)
Spuren des Starkregens vom Wochenende

Unser nächstes Ziel war die Mönchsbuche (Stempelstelle 26). Der Nebel hatte sich etwas gelegt, sodass wir vom Aussichtspunkt Bielsteinchaussee/Dachsklippe Wernigerode und das Schloss erkennen konnten. Kurz danach bogen wir links ab, passierten den gut gepflegten Wernigeröder Bürgerbrunnen und erreichten das Etappenziel.

Wernigeröder Bürgerbrunnen
Schutzhütte an der Mönchsbuche (Stempelstelle 26)

Rings um die Stempelstelle war an allen Wegen der Wald fein säuberlich aufgestapelt und die Holzlaster waren dabei, das Holz abzufahren. Es war schon beeindruckend, wie kahl die Berghänge -dort wo vor kurzem noch Hochwald war- das Landschaftbild entsprechend beeinflussen. Aber erfreulich festzustellen, dass auf dem Weg von der Mönschsbuche zum Oberförster-Koch-Denkmal (Stempelstelle 25) Waldflächen, die vor drei bis vier Jahren noch kahl waren, wieder begrünt sind und die nachwachsenden Bäume -überwiegend Laubbäume- schon eine stattliche Höhe erreicht haben. Wir müssen uns mit dem Wandel des Waldes im Harz abfinden. Ich denke, auf den Harztourismus wird dieser Umstand keine negativen Auswirkungen haben. Die Landschaft hat so, wie sie sich zur Zeit darstellt, auch ihre Reize. Am Oberförster-Koch-Denkmal war die heutige “Stempeljagd” zu Ende.

Ungewohnte Weitsicht

Über den Pissekenplatz, vorbei an der Plessenburg wanderten wir hinab ins Ilsetal und von dort zum Ausgangspunkt unserer Tour. Auf etwa 31 Kilometern haben wir neun Leistungsstempel erwandert. Für Hanna bleiben bis zur Wanderkaiserin noch 46 Stempel übrig. Das schafft sie locker. Hanna, wir wünschen dir weiterhin täglichen Wanderspaß und einen erfolgreichen Abschluss dieses Projektes.

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